Tabak & Pfeifenrauchen in Ecuador

Als leidenschaftlicher Pfeifenraucher möchte man auf sein zweitbestes Stück ja gerade im Urlaub ungern verzichten. Gerade auf Reisen ergibt sich abends die Möglichkeit bei einem guten Bier und einer genüsslichen Pfeife das Erlebte Revue passieren zu lassen – doch wie sieht es mit Tabak, Rauchen und mehr ganz konkret in Ecuador aus?

Nichtrauchervolk

In Ecuador ist Rauchen allgemein sehr unüblich und oftmals gar nicht so gerne gesehen. Zwar ist Pfeifenrauchen ja allgemein um vieles stilvoller und ein reiner Genuss, jedoch muss man dort akzeptieren, dass es nicht überall möglich ist, geschweige denn gefördert wird. Nicht desto trotz ist ein guter Pfeifenkopf bei einem kühlen Getränk am Plaza die beste Möglichkeit um das lokale Treiben beobachten zu können und wirken zu lassen.

Meine kleine Reisepfeife von Savinelli

Zubehör & Tabak

Um es kurz zu machen: wer in Ecuador seine Pfeife rauchen möchte, muss alles dafür, vor allem aber den Tabak für den gesamten Aufenthalt, von zu Hause mitnehmen.

Laut den ecuadorianischen Einreisebehörden kann man bis zu 500g Tabak problemlos und ohne weitere Angabe mitnehmen, ein paar Wochen sollte man also schon auskommen damit. (Quelle: IATA – Ecuador) Dies geht ohne weiteres im Handgepäck, genauso wie das Pfeifenbesteck und weiteres Zubehör.

Tabak Trafik

Zigaretten, Zigarren, Pfeifentabak und weitere Tabakerzeugnisse kauft man in Europa meist in eigens dafür definierten Geschäften, in Österreich beispielsweise in den klassischen Tabak Trafiken. Derartiges gibt es in Ecuador nicht.

Zigaretten, selten Zigaretten-Rolltabak und Filter bekommt man wenn überhaupt in den Großstädten von Bauchladenverkäufern bzw. im übrigen Land vereinzelt in kleinen Lebensmittelgeschäften Zigaretten, dann jedoch auch nur zwei bis 5 verschiedene Sorten, meist sogar in kleinen Packungen zu je 10 Stück zum Preis von 4$ bis 6$, große Packungen zu 20 Stück zum Preis von 5$ bis 8$.

Geschäftsstraße in Quito

Rauchverbot

In öffentlicher Straße darf natürlich geraucht werden. An öffentlichen Institutionen wie Flughäfen nur in gewissen Bereichen, beispielsweise jedoch nicht unmittelbar am Ausgang.

In den meisten Restaurants, Bars und Cafés mit Außenbereich kann man einen „cenicero“ (Aschenbecher) bestellen, es sei denn, es hat ein Schilfartiges Dach oder viel Bambus, dann ist es meistens verboten.

Strikt verboten ist es außerdem auf den Galapagos Inseln auf jedem Boot, in jedem Nationalparkgebiet und oftmals auf Stränden – sprich, so man Aktivitäten bzw. Exkursionen bucht, mehr oder weniger den ganzen Tag während man mit den Guides vom Nationalpark unterwegs ist.

In geschlossenen Räumen ist es scheinbar allgemein verboten, es gibt auch keine innenliegende Raucherbereiche. Auch ist es oftmals in den Freibereichen von Unterkünften selbst verboten: so beispielsweise in Puerto Lopez, wo wir eine wunderschöne Bar aus Bambus im Hostel direkt am Strand hatten, wo es strengstens verboten war.

Genussmittel

Zusammenfassend kann man also sagen, dass eine genüssliche Pfeife möglich und schön ist, wenn man sich alles dafür mitgenommen hat. Zigaretten kann man zwar vor Ort kaufen, dann jedoch auch aufgrund des relativ hohen Preises auch eher als Genussmittel als als klassisches Suchtmittel wie in Europa üblich.

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